Es rappelt im Karton

04.08.2015

Ob klein und handlich oder groß und sperrig, ob leicht, schwer oder mit mysteriös raschelndem Inhalt: Täglich erreichen uns die unterschiedlichsten Pakete im Verlag. Meist präsentieren sie eingereichte Manuskripte, Originalillustrationen, erste Ausdrucke der nächsten Produktionen oder auch Belegexemplare der frisch gedruckten Neuerscheinungen. Und manchmal müssen wir gar nicht erst den Absender lesen, um zu wissen, wer uns etwas geschickt hat.

Sind die Pakete erst einmal ausgepackt, werden die leeren Kartons meist für neue Sendungen genutzt. »Wie langweilig!« würden unsere kleinen Bilderbuchhelden sagen. Denn dass man mit Kartons viel Interessanteres anstellen kann, zeigen viele Geschichten in unserem Programm. Ein kleines Best of gibt es hier!

Er muss nur groß genug sein, und schon bietet ein Karton eine prima Höhle. Hier können es sich Lotte, Paulchen und der Kater Minz richtig gemütlich machen, bis Mama endlich wieder nach Hause kommt. Und vielleicht bietet er sogar ein gutes Versteck vor Einbrechern?

Die ganze Geschichte kann in Regina Kehns Bilderbuch »Wir drei ganz mutig« nachgelesen werden.

Auch Ben und Eddy haben zwei große Pappkartons aufgetan.

Mit denen können sie einfach alles anstellen: Sie fahren in ihnen als Piraten auf dem Meer oder wenn es regnet, sitzen sie darunter und sehen zu, wie die Wolken Fangen spielen. Doch als eines Tages ein neuer Junge auftaucht und ebenfalls einen Karton mitbringt, bauen sie etwas ganz unglaubliches: Ein Riesenmonsterkistending!

Freundschaft und Kartons sind die großen Themen in Benji Davies` Bilderbuch »Beste Freunde«.

Ob Häuser, Enten, Monster oder Hulahoop-Reifen: Das Mädchen mit dem Papagei auf dem Kopf sortiert alles in Kartons und türmt sie in einem Winkel ihres Zimmers auf.

Bis es eines Tages Chester trifft, der ihr einen riesigen Karton präsentiert, in den eigentlich nichts wirklich passen will. Dafür ist er wie gemacht für eine selbstgemachte Raumstation.

Daisy Hirsts Debüt »Das Mädchen mit dem Papagei auf dem Kopf« erzählt mit ungewöhnlichem Strich von der Herausforderung, neue Freunde zu finden.

 

Auch in Johnny Bonks und Luis` Verschwörungstheorien spielen Kartons eine wichtige Rolle. Zum Beispiel, als die beiden einen mysteriösen Mann beobachten, der eines Tages vor Johnny Bonks Haus aus einer schwarzen Luxuskarosse steigt. »Er trägt eine dunkle Sonnenbrille und hält ein schuhkartongroßes Paket in einer Hand. Ein schuhkartongroßes Paket, zugeklebt mit einer orangefarbenen Banderole! (…) ›Die Zeichen mehren sich, Johnny Bonk!‹, flüstert Luis.«


Ob es sich bei der geheimnisvollen Lieferung wirklich um einen Beweis für eine außerirdische Invasion handelt, kann in Miriam Manns »Johnny Bonk & Rocketboy«, mit Illustrationen von UIf K., nachgelesen werden.

Zu guter Letzt haben wir noch den Preis für die wohl spektakulärste Nutzung eines Kartons zu vergeben. Der geht ziemlich sicher an den kleinen Bären.  Denn sein auf den ersten Blick zwar etwas minimalistisch anmutender Astronautenhelm …

 

… scheint tatsächlich zu funktionieren! Nur wenige Seiten später fliegt er damit zum Mond!

Diese und viele weitere Geschichten  um den kleinen sympathischen Helden sind in Else Holmelund Minariks und Maurice Sendaks »Der kleine Bär« versammelt.

Wir wünschen allen Kartonbesitzern viel Spaß beim Nachbauen!